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SNT 2026, Fr., 21. August, 19 Uhr

Tobias Leschke begann seine musikalische Ausbildung nach dem Abitur am Mallinckrodt-Gymnasium in Dortmund. Er studierte Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, wo er sowohl den Bachelor- als auch den Masterabschluss mit Schwerpunkt Orgel erwarb. Anschließend vertiefte er seine Studien im Konzertexamen bei Prof. Dr. Martin Sander an der Hochschule für Musik Detmold. Wichtige Impulse erhielt er von Domorganist Prof. Dr. Winfried Bönig, Prof. Thierry Mechler und Otto Maria Krämer, der ihn insbesondere im Bereich der Improvisation prägte.

Von 2014 bis 2016 wirkte Tobias Leschke als Kantor an St. Marien in Lünen und übernahm danach die Leitung der Kirchenmusik an St. Mauritius in Nordkirchen. Seit Anfang 2019 ist er Dekanatskirchenmusiker und Regionalkantor im Pastoralverbund Iserlohn und verantwortet dort die Kirchenmusik im gesamten Dekanat Märkisches Sauerland. Er leitet mehrere Ensembles, darunter das Collegium Vocale, den Jungen Chor CANTIS und den Kammerchor, und initiiert große Aufführungsprojekte, zuletzt Mendelssohns Oratorium Elias (2025) sowie die anglikanische Weihnachtsliturgie A Ceremony of Nine Lessons and Carols.

Zum 1. Januar 2026 übernimmt er die Leitung des Fachbereichs Kirchenmusik im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn.

Tobias Leschke ist auch international als Konzertorganist tätig. Seine Konzerttätigkeit führte ihn an bedeutende Kirchen und Kathedralen, darunter die Kathedralen von Dresden und Paderborn, die Lambertikirche in Münster sowie die Kirche Santa Maria dell’Anima in Rom. Neben seiner Tätigkeit als Organist tritt er regelmäßig als Liedbegleiter auf, u. a. mit Schumanns Dichterliebe.

Nach seinem künstlerischen Studium wandte er sich der Musikwissenschaft zu und promoviert derzeit an der Hochschule für Musik Saar mit der Arbeit „Jean Guillous frühe Orgelwerke – Komposition und Ästhetik“, betreut von Prof. Dr. Jörg Abbing. Seine Forschung widmet sich insbesondere dem Werk des französischen Organisten und Komponisten Jean Guillou, dessen frühe Orgelwerke er in ihren kompositorischen und ästhetischen Dimensionen untersucht.

Tobias Leschke verbindet künstlerische Praxis, musikpädagogische Arbeit und wissenschaftliche Forschung. Damit schafft er Brücken zwischen Tradition und Gegenwart der Orgel- und Kirchenmusik.